Mein Senf dazu Beiträge und Kommentare

1. Dezember 2015

Blog Holzwerkerblog.de

Filed under: Blogs und Foren — Schlagwörter: , , , , — Fidus @ 4:28

Für mich DAS deutschsprachige Holzwerkerblog.

Das Blog wird geschrieben von Heiko Rech, einem Tischlermeister aus dem Saarland. Falls es sowas gibt, dann ist Heiko Rech eine Art Star unter den Internet-Holzwerkern. Das hat er sich aber auch verdient, denn mit seinem Blog, Youtube-Videos sowie Beiträgen in der Zeitschrift “Holzwerken”, für deren Webpräsenz er ein weiteres Blog unterhält, ist er extrem aktiv.

Diese große Aktivität allein würde nicht viel bedeuten, wenn nicht die Qualität und Verständlichkeit seiner Beiträge herausragend wären. Zum einen kümmert er sich um wirklich praxisrelevante Themen – gerade auch und immer wieder für Anfänger. Zum anderen werden diese Themen so dargeboten, daß man eben kein gelernter Tischler sein muß, um die Dinge zu verstehen und dann ggfs. selbst probieren zu können.

Positiv fällt mir auf, daß Heiko Rech nicht durch Sponsoring oder Teststellungen eines einzelnen Herstellers verbogen zu sein scheint. Tatsächlich testet und benutzt er (wie man in den Videos sehen kann) durchaus Produkte unterschiedlicher Hersteller und benennt gern auch Nachteile klar. Das ist keineswegs selbstverständlich, leider habe ich bei einigen anderen Bloggern (Youtube-Filmemachern) den starken Eindruck, daß sie immer nur mit Produkten eines Herstellers hantieren. Letztendlich ist das für mich nichts anderes als mehr oder weniger geschickte Werbung und die wird von mir gemieden.

Etwas schade ist, daß Heiko Rech derzeit kaum genug Zeit für sein Blog findet. Einen Vorwurf kann man ihm daraus nicht konstruieren, denn einerseits ist er ja ohnehin nicht verpflichtet, überhaupt etwas in sein Blog zu schreiben und andererseits hat er, wie er gerade im Blog mitgeteilt hat, mehr als genug anderes zu tun. Für den regelmäßigen Leser dennoch bedauerlich.

Negativ am Blog, wie den meisten anderen Holzwerkerblogs in deutscher Sprache, ist die teilweise schwache Rechtschreibung. Zwar geht es um die Sache, aber eine gute Form hat noch nie geschadet. Ich persönlich stolpere immer über die vielen Fehler und bedauere, daß diesem Punkt vom Autor so wenig Beachtung geschenkt wird.

Webadresse: www.holzwerkerblog.de
Vorgänger:   www.heiko-rech.de

Blog bei Holzwerken:  http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech

 

 

Gotham – Fernsehserie USA, Erste Staffel 2014

Filed under: Nicht zugeordnet — Fidus @ 4:02

Mal wieder eine neue Serie für mich. Meistens ist es meine in den USA lebende Schwester, die mich drauf hinweist, was ich mal anschauen sollte. Sie kennt wohl meinen Geschmack doch ganz gut – diese Empfehlung war jedenfalls schon wieder gut.

Fazit vorweg: Die Serie ist gut, sehenswert, durchaus spannend.

Der Titel hat mich beim Werbetelefonat mit meiner Schwester erstmal nicht gereizt: “Gotham” – das kenne ich als die fiktive Stadt, in der der Comic-Held Batman sein Wesen treibt. Hmmm… Superhelden geben mir wirklich sehr wenig; um die eigentlichen Comic-Hefte, auf denen alle möglichen Filme, Spiele etc. basieren,  mache ich, nachdem ich einige mal durchgeblättert habe, einen weiten Bogen.
Allerdings: Keine Regel ohne Ausnahme. Ich finde die Dark-Knight-Trilogie mit Christian Bale als Batman großartig. Trotz der Tatsache, daß das eine Superhelden-Verfilmung ist, sind diese Filme für mich wirklich große Werke.

Die Idee hinter der Serie “Gotham” hatte dann für mich auch ihren Reiz, der mich neugierig machte, sie mal anzuschauen. Die Idee besteht in der simplen Frage, wie der Superheld Batman und seine mannigfaltigen Gegner (“super-villains”) eigentlich zu dem geworden sind, wovon die Comics handeln, mithin: Wie sind die aufgewachsen? Wer und wie waren die als Jugendliche oder junge Erwachsene? Fand ich nicht unspannend. Und nachdem ich die Staffel gesehen habe, finde ich das immer noch.

Die Handlung der Serie steigt im Prinzip mit dem Mord an Bruce Waynes (der später dann irgendwann mal Batman sein wird) Eltern ein. Hier lernen wir schon den späteren Police Commisioner James Gordon (Ben McKenzie) kennen, der da aber noch frisch ernannter Detective des GCPD ist. Zusammen mit seinem abgeklärt, ja zynisch wirkenden Partner Harvey Bullock (Donald Logue) wird er von nun an versuchen, den Mörder zu finden.

Die Spannung ist schnell aufgebaut, wir lernen schnell schon weitere wichtige Personen aus dem späteren Batman-Umfeld kennen: Z.B. den “Pinguin” Oswald Cobblepot (Robin Lord Taylor), “Catwoman” Selina Kyle (Camren Bicondova) und den “Riddler” Edward Nygma (Cory Michael Smith) u.a. Die alle haben noch wenig bis nichts miteinander zu tun, da man aber weiß, daß sie ja mal eine größere Rolle in bezug auf Batman spielen werden, ist allein schon die Erwartung, welche Wendungen sie nehmen werden, sehr spannend.

Meines Erachtens sind die Schauspieler hervorragend ausgesucht und spielen ihre Rollen sehr überzeugend. Einen richtigen Totalausfall hat die Serie in der Hinsicht nicht – meistens habe ich persönlich ja leider an einem oder mehreren Darstellern etwas auszusetzen, selbst wenn mir Film oder Serie ausnehmend gut gefallen. Etwas schade finde ich lediglich, daß man für den Polizisten James Gordon einen doch recht gutaussehenden Schauspieler gewählt hat (der vielleicht auf den ersten Blick nicht zur Rolle des fast immer grundehrlichen und soliden Polizisten paßt), andererseits ist das aber doch folgerichtig, da es sich zeigt, daß er entsprechend Wirkung auf Frauen hat.

Ganz besonders erwähnenswert ist die Ausgestaltung der Figur des Butlers Alfred Pennyworth (Sean Pertwee). Ganz anders als Michael Caine in der erwähnten Dark-Knight-Trilogie und dennoch oder gerade deshalb spannend. Im Lauf der Serie zeigt sich, daß im Butler weit mehr steckt. Die Auswahl des Darstellers Sean Pertwee ist perfekt, um diese Figur zu verkörpern. Allein schon wegen Sean Pertwee – aber auch so einiger anderer Schauspieler – sollte jeder, der halbwegs des Englischen mächtig ist, die Serie in der Originalsprache schauen.
Ohne die Reibeisenstimme des Butlers (ich kannte sie aus Assassin’s Creed IV – Black Flag) verliert die Serie einiges.

Es gelingt der Serie, die Spannung, das Interesse an der Weiterentwicklung von Geschichte und Charakteren über alle 22 Folgen der ersten Staffel aufrechtzuerhalten. Durchhänger gibt es kaum, das ist bemerkenswert und macht für mich einen Gutteil der Qualität aus. Gerade Weiterentwicklung und Ausgestaltung von Charakteren interessieren mich. Wie es sich für eine – in meiner Wahrnehmung – gute Serie gehört, entwickeln schon bald die “Guten” ihre schlechten Seiten und durchaus auch umgekehrt. Nicht zuletzt der Partner von James Gordon, der vermeintliche Zyniker, zeigt, daß er eben nicht so einfach in die Schublade paßt, in die der Zuschauer ihn vorschnell stecken wollte (und sollte).
Sicher kann “Gotham” sich hier nicht mit “The Wire”, den “Sopranos” oder “Breaking Bad” messen, aber für durchaus überdurchschnittliche Charaktere reicht es allemal.

Technisch ist die Serie auf aktuellem Niveau, es gibt m.E. nichts auszusetzen. Die Inszenierung und Kameraführung sind gut bis überdurchschnittlich. Allein der immer wiederkehrende Flug über das nächtlich erleuchtete Gotham City als Szenenverbinder nervt nach einiger Zeit, aber so einen Schwenk haben ja sehr viele Serien.

Die letzten paar Minuten dieser Staffel sind schwach.

 

Über das Blog

Filed under: Nicht zugeordnet — Fidus @ 2:56

Ich schreibe über dies und das.

Besonders interessiere ich mich für Literatur, Neuere Geschichte, EDV und berufsbedingt Rechtswissenschaften. Und Holz.

Daß ich in alter Rechtschreibung schreibe, weiß ich. Ist Absicht.

Holzwerken für mich

Filed under: Blogs und Foren,Werkstatt — Schlagwörter: — Fidus @ 2:53

Vor mittlerweile doch einiger Zeit habe ich mir einen Ausgleich zu meinem Beruf gesucht. In dem sitze ich sehr überwiegend am Schreibtisch oder in Besprechungen.

Holz fand ich schon immer toll, alle Arten von Werkzeugen und Maschinen ohnehin. Da lag es für mich nahe, was zu tun ist: Holzwerkstatt einrichten.

Erstens ist das mal eine wunderbare Ausrede, Werkzeug und Maschinen kaufen zu müssen. Ohne geht es doch gar nicht. Und die Tatsache, daß da schon eine Oberfräse ist (naja oder auch zwei), die heißt doch noch lange nicht, daß man nicht noch eine ganz unbedingt braucht. Und diese Stechbeitel, diese japanischen, die kann man doch auch nie genug haben. Und Hobel und und und…

Zweitens sitzt man nicht nur.

Und drittens kommt ja idealerweise sogar noch ein Ergebnis heraus, daß man anfassen kann.

Ich werde in Zukunft versuchen, über meine Erfahrungen zu berichten. ich weiß, daß es zum Thema “Holzwerkstatt”  schon so einiges im Netz gibt. Aber zu den Erfahrungen, über die ich ab und an was schreiben möchte, gehören für mich auch Fundstücke aus dem Netz. So will ich versuchen, auf andere Blogs oder Foren zu verweisen, wenn sie mir besonders lesenswert erscheinen.

 

 

Wertig

Filed under: Sprache — Schlagwörter: , , — Fidus @ 2:38

Einer von Herberts großen Hits war “Was soll das”. Genau das denke ich jedesmal, wenn ich irgendwo “wertig” lese. Es ist eine Pest. Das Wort hat wie so viele Unwörter eine Vermehrungsrate, die an ein Bakterium erinnert. Yersinia pestis eben.

Überall, wo jemand z.B. einer Sache eine besonders gute Verarbeitung oder ein gutes Material attestieren möchte, ist das heutzutage nicht mehr “hochwertig”. Neeeiiin, es ist “wertig”. Egal ob man es in der “c’t” in Tests liest oder in Foren, in denen irgendwas  getestet und vorgestellt wird – “wertig” ist das Zauberwort.

Was soll das denn sein, das “wertig”? Soll das aussagen, daß das Beschriebene einen Wert hat? Aha, tolle Information. Hätte ich ja gar nicht gedacht. Genausogut kann man dann in Zukunft in Tests schreiben, daß etwas “preisig” statt teuer ist. Hat ja einen Preis.

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